Logo Norddeutsches Radiomuseum

Grußwort des Gründers Wolfgang Tenschert

Wolfgang Tenschert
Wolfgang Tenschert

Im Januar 2000 wurde das Nordeutsche Radiomuseum unter Mitwirkung vieler prominenter, poltisch, kultur­historisch­orientierter Bürger der Börde eingeweiht. Das Museum beherbergt ein Querschnitt durch die gesamte Geschichte des Rundfunks und des Fernsehens. Angefangen von den ersten Funk­strecken­versuchen von Heinrich Hertz über den Detektorempfänger bis zum modernen fernbedienbaren Sender­suchlauf­automatik-Empfänger kann man auch das Fernsehen in seinen Kinderschuhen betrachten. Geräte aus den ersten Tagen des Fernsehens bis hin zu einem "Beamer" von 1953 sind in der Ausstellung vertreten.

Wolfgang Tenschert, † 23.12.2010

Lieber Besucher,

Jens Dede
Jens Dede

mein Name ist Jens Dede und ich habe nach der Erkrankung und dem Tod von Wolfgang Tenschert die Museumsleitung zusammen mit meinem Kollegen Thomas Schult übernommen. Wir versuchen nun das Museum regelmäßig zu öffnen und so die faszinierende Radiogeschichte möglichst vielen Menschen näher zu bringen.
Von den Museumsbesuchern werde ich häufig gefragt, wie ich zu dem Museum gekommen bin. Die Antwort ist relativ einfach: Wolfgang Tenschert war im Abitur mein Physiklehrer. Durch seine Erzählungen wurde ich auf das Museum aufmerksam und habe schon bald als Hilfskraft dort gearbeitet. Nach der Erkrankung von Herrn Tenschert musste das Museum leider lange Zeit geschlossen bleiben. Um so glücklicher bin ich nun, dass wir das Museum regelmäßig öffnen können.
Derzeit studiere ich an der Universität Bremen Elektrotechnik und Informationstechnik. Mich faszinieren die Zusammenhänge und Parallelen zwischen der frühen Radiotechnik sowie den aktuellen digitalen Übertragungstechniken. Auch wenn ich die Zeiten der alten Röhrenradios lange vor meiner Geburt endeten, versuche ich doch die Technik und die Emotionen hinter den Geräten den Gästen des Museums näher zu bringen. Interessant sind dabei die Geschichten und Anekdoten, welche die Besucher zu den Geräten beitragen. Es kommt nicht selten vor, dass ein Gast mit Tränen in den Augen vor einem Gerät aus seiner Jugend steht und sich freut, die Musik und den Klang der früheren Zeiten nochmal zu hören. Aber auch junge Besucher sind fasziniert, wie schnell sich die Technik in nur 100 Jahren entwickelt hat.
Dies motiviert mich dazu, einen Teil meiner Freizeit im Museum zu verbringen, die Ausstellung ständig zu erweitern und zu variieren und Besuchern die Geschichte des Rundfunks näher zu bringen. Ich hoffe, dass ich Sie nun ein wenig neugierig geworden sind und freue mich darauf, Sie bald im Norddeutschen Radiomuseum begrüßen zu dürfen.

Jens Dede